Willkommen zur heutigen Einheit. Heute werden wir uns mit strategischem Framing beschäftigen. Das ist ein wichtiges Thema vor allem wenn man sich mit Medien und Politik beschäftigt. Dementsprechend hat es in den letzten Jahren auch einiges an Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Doch was genau ist Framing eigentlich. Beim Framing geht es darum, dass nicht einfach nur Informationen vermittelt werden, sondern darum, dass man bewusst einen bestimmten Deutungsrahmen schafft. In der ersten Folge hatten wir ja über das Prinzip von Deutungsrahmen gesprochen. Ein Deutungsrahmen ist die Art und Weise, wie man Informationen interpretiert und einordnet. Oder wenn man so will, rahmt man eine Information auf eine bestimmte Art ein. Und weil man heutzutage alles immer auf englisch ausdrücken muss, um was von sich her zu machen, spricht man von frames.
Grundsätzlich geht es beim strategischem Framen darum, bestimmte Ziele zu verfolgen. Das heißt, es handelt sich nicht um da Phänomen, dass ja alles, was man beschreibt immer automatisch einer gewissen Interpretation unterliegt, sondern der Autor versucht bewusst den Rezipienten in eine bestimmte Richtung zu lenken. Deshalb sagt man auch „strategisches“ framing, weil der Autor bewusst, eine bestimmte Strategie verfolgt. Das Zielpublikum soll eine gewünschte Meinung übernehmen oder unterstützen. Das geschieht aber nicht plump, dadurch, dass ein Text dem Leser explizit sagt, was er denken soll, sondern man versucht, etwas so zu verpacken, dass der Leser gar nicht merkt, dass er manipuliert werden soll. Es handelt sich also um eine eher subtil funktionierende Form von Propaganda. Es gibt dabei verschiedene Arten des Framing und wir schauen uns an, was sie genau ausmachen und wie sie vorgehen.
Die Folien
Als Podcast
Literatur:
Michael Oswald, Strategisches Framing. Eine Einführung. Springer 2. Auflage 2022.