Hier findet ihr einige Beiträge, die sich mit dem Thema Verflechtung zwischen Medien und Politk beschäftigen. Aufgeführt sind Artikel zum Thema sowie Anriss
Drehtüreffekt
Einige Journalisten wechseln nach Tätigkeit in den Medien zu Pressestellen von Politikern
Die Drehtür zwischen Medien und Politik: Ex-Regierungssprecherin wird RBB-Intendantin
Mit Ulrike Demmer wurde gerade eine ehemalige stellvertretende Regierungssprecherin zur Intendantin des öffentlich-rechtlichen Senders RBB gewählt. Der Vorgang zeigt die Drehtür in beide Richtungen: Angepasste Journalisten werden Regierungssprecher – und (zumindest im Fall Demmer) können sie danach eine leitende Stelle im bürgerfinanzierten Rundfunk übernehmen, obwohl dieser Rundfunk eigentlich die Regierung kontrollieren soll. Der Vorgang ist skandalös, aber auch ein Zeichen der Zeit. Ein Kommentar.
Steffen Seibert – Profil des Pressesprechers der Bundesregierung (Merkel)
Steffen Seibert war von 1988 bis 2010 in unterschiedlicher Form beim ZDF tätig. Er wechselte dann 2010 zur Bundesregierung, wo er bis 2021 als Pressesprecher tätig war.
Wenn Journalisten Regierungssprecher werden, befeuern sie einen pauschalen Verdacht
Die „Spiegel“-Redakteurin Christiane Hoffmann, der frühere „Spiegel“-Chefredakteur Wolfgang Büchner und der „taz“-Redakteur Ulrich Schulte arbeiten künftig als Pressesprecher für die Bundesregierung. Andere ehemalige Journalisten tun das schon länger. Ist das ein Problem?
Wenn Journalisten für die Politik arbeiten
Mit neuen Amtszeiten, etwa des Bundespräsidenten, wechseln Journalisten gerne mal die Seiten. Natürlich können auch Medienleute den Arbeitgeber frei wählen. Dennoch sei das nicht ganz unproblematisch, sagt die Medienwissenschaftlerin Marlis Prinzing.
Anrüchiger Seitenwechsel? Wenn Journalisten für die Politik arbeiten
Mit neuen Amtszeiten, etwa des Bundespräsidenten, wechseln Journalisten gerne mal die Seiten. Natürlich können auch Medienleute den Arbeitgeber frei wählen. Dennoch sei das nicht ganz unproblematisch, sagt die Medienwissenschaftlerin Marlis Prinzing.
Geldzahlungen an Journalisten durch die Regierung
Journalisten werden für ihre Tätigkeit von der Regierung bezahlt
Regierungszahlungen an ÖRR-Journalisten: Das ist die Liste der Honorare
Jetzt ist die Katze aus dem Sack. 200 Journalisten haben in den vergangenen fünf Jahren für die Bundesregierung gearbeitet und dabei ordentlich kassiert. Das geht aus einer Liste hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt. Darin werden Honorare abgebildet, die der Staat an Journalisten zahlte.
Geheim-Liste enttarnt: Diese Journalisten von ARD und ZDF lassen sich von der Regierung bezahlen!
Eine Liste der Bundesregierung zeigt: 200 Journalisten – zu großen Teilen vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk – haben seit 2018 für die Regierung gearbeitet und dafür üppige Honorare kassiert. Wir haben zahlreiche brisante Namen recherchiert.
In einer Kleinen Anfrage an die Bundesregierung wurde mit Verweis auf Sicherstellung der „Wahrung einer hinreichenden Staatsferne“ unter anderem abgefragt, ob in den letzten fünf Jahren Zahlungen von Bundesministerien an Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks erfolgten. Die Antwort hat es in sich: Fast 1,5 Millionen Euro zahlten verschiedenste Bundesministerien und das Bundeskanzleramt von 2018 bis 2022 an insgesamt fast 200 Journalisten, die mehrheitlich für ARD und ZDF tätig waren.
Das offizielle Dokument: Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Martin Erwin Renner, Dr. Marc Jongen, Dr. Götz Frömming, Beatrix von Storch und der Fraktion der AfD
Anfang März 2023 war zunächst bekannt geworden, dass die Bundesregierung in den letzten Jahren rund 1,5 Millionen Euro an circa 200 Journalisten, mehrheitlich bei ARD und ZDF beschäftigt, für diverse Aufträge wie beispielsweise „Moderation“ oder „Konzepterstellung“ gezahlt hatte. Kanzleramt und Ministerien räumten zwar die Zahlungen ein, hielten aber bisher die Namen der Journalisten mit Verweis auf „Datenschutz“ anonymisiert. Diese Namen liegen jetzt den NachDenkSeiten vor.
Landesregierung zahlt fast eine Million Euro an Journalisten
Berichtet über geleistete Zahlungen der BW-Landesregierung an Journalisten. Die Regierung weigert sich aber wegen angeblich unverhältnismäßigen Aufwands die Zahlungen und Namen der Journalisten bekannt zu geben.
Personale Verbindungen
Einige Journalisten sind mit Politikern befreundet, verheiratet oder verwandt.
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat eine neue Redenschreiberin: Elisabeth von Hammerstein, die Tochter des bekannten „Spiegel“-Autoren Konstantin von Hammerstein.
Der Journalist galt als einer der härtesten Kritiker von Pistorius‘ Vorgängerin Christine Lambrecht (SPD), war nach der Amtsübernahme von Pistorius aber zuletzt deutlich positiver gegenüber dem Ministerium.
Erst Ende April, kurz, nachdem seine Tochter dort Redenschreiberin wurde, erschien im „Spiegel“ eine Titelgeschichte über Pistorius mit der Überschrift „Minister Perfect?“. Die Chefredaktion und Leitung des Hauptstadtbüros waren über die Tätigkeit im direkten Umfeld des Ministers zum Zeitpunkt nicht informiert. Nach einer Anfrage von Business Insider reagierte das Magazin mit einem Transparenzhinweis.
Schäuble-Tochter ist neue ARD-Programmchefin
Das deutsche ARD-Fernsehen hat seit 1. Mai eine neue Programmchefin: Christine Strobl. Schon kurz nach ihrer Übernahme der Verantwortung für ARD wurde beschlossen, das Magazin «Weltspiegel» (rund 2 Mio. Zuschauer) von Sonntag um 19.20 Uhr auf Montag, 22.50 Uhr zu verlegen – in die «Todeszone», wie die Nacht-Sendeschiene bei TV-Machern genannt wird. Bereits haben sich 45 Auslandkorrespondenten in einem Offenen Brief dagegen gewehrt.